Bad St. Leonhard: Ein Seher soll die neue Pilgerstätte am Schlossberg einweihen. Die Kirche distanziert
sich.
Am Schlossberg entsteht nach einem Mehrheitsbeschluss im Stadtrat mit den Stimmen von SPÖ und BZÖ auf Gemeindegrund eine neue Pilgerstätte.
Der aus Italien stammende Seher Salvatore Caputa soll die neue Andachtsstelle der Bad St. Leonharder einweihen.
Termin ist der 1. Mai um16.30 Uhr am Schloßberg
Die Botschaft besagte, dass die Maria von Südtirol weg muss und nach Bad St. Leonhard kommen möchte“, so Tourismus-StR Dieter Dohr (BZÖ) .
Schlagzeilen sind der Stadt sicher. „Bis jetzt haben sich 150 Personen angemeldet, wovon 50 aus Italien kommen, dazu je ein
Bus aus Ober- und Niederösterreich.“
Bei uns ist jeder Mensch willkommen, egal was er glaubt, solange er sich an die österreichischen Gesetze hält. Doch: Wir wollen auch den sanften Tourismus forcieren“, so Dohr.
An eigenen Ideen mangelt es aber auch den Bad St. Leonhardern nicht: Vom neuen Kreuz aus sollen künftig im Sinne der
Dreifaltigkeit drei Pilgerwege – Leonhardi-Weg, Kreuzweg und Benediktweg – ausgehen.
Die ÖVP – die im Stadtrat nicht für die neue Pilgerstätte mitgestimmt hat – distanziert sich klar von der Veranstaltung. GR Josef Reiterer ( ehem. erfolgloser Tourismusreferent )
versteht überhaupt nicht, warum sich die Stadt um solche Touristen bemühen sollte. „Die Klientel der Pilger lässt nicht unbedingt so viel Geld bei uns.“
Das BZÖ Bad St. Leonhard hingegen verweist darauf , dass zukünftig der Tourismus immer wichtiger werden wird . Mit Stadtrat Dieter Dohr hat Bad St. Leonhard einen Tourismusreferenten , den sich andere Gemeinden nur wünschen können . Ein Beleg dafür sind die extrem ansteigenden Einnahmen in diesem Referat .